Seniorenwohngemeinschaft "Alte Post" für Demenzkranke

Sehen Sie Sich hierzu unsere Homepage der "Alten Post" an.

Wer an Demenz erkrankt ist, benötigt Begleitung und Hilfestellung bis an sein Lebensende. Betroffene und Angehörige bedürfen in dieser schwierigen Situation Beistand und professionelle Hilfe. Die ambulant betreute Wohngemeinschaft bietet eine Alternative zum Heimaufenthalt, wenn Angehörige sich mit der Versorgungssituation überfordert fühlen.

Die diagnostischen Kriterien für eine Demenz beinhalten Kombinationen von Defiziten in kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten. Als Leitsymptom gilt die Wahrnehmungsstörung in allen Bereichen. Am Anfang der Erkrankung stehen Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und der Merkfähigkeit, in ihrem weiteren Verlauf verschwinden auch bereits eingeprägte Inhalte des Langzeitgedächtnisses, so dass die Betroffenen zunehmend die während ihres Lebens erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten verlieren.
"Alte Post"

WG - Beschreibung
Die von uns betreute Wohngemeinschaft befindet sich im ehemaligen Postgebäude in Burbach, in der Nassauischen Straße 40. Im Erdgeschoß befindet sich das „Herzstück“ der WG, die gemeinschaftlich genutzte Küche, Wohn- und Essbereich. Jeder der 12 Mieter verfügt darüber hinaus über ein eigenes Zimmer mit seinen privaten Möbeln und persönlichen Gegenständen. Diese Wohnform wird in Abstimmung mit dem Kreis Siegen nicht dem Heimgesetz unterstellt. Heimcharakter soll vermieden werden. Die Heimaufsicht begleitet die Wohngemeinschaft, sie hat das Recht auf jährliche Qualitätsprüfungen des Wohn- und Betreuungsangebotes.
Betreut werden an mit einer fachärztlich diagnostizierten Demenz erkrankte Senioren, welche einen zusätzlichen Betreuungsaufwand (entsprechend den Regelungen des SGB XI, § 45 b) haben.

"Alte Post"
Betreuungsphilosophie
Das inhaltliche Konzept der durch uns ambulant betreuten Seniorenwohngemeinschaft basiert auf der ganzheitlichen und individuellen Versorgung der Mieter. Wir orientieren unsere Pflege und Betreuung an den Bedürfnissen und Ressourcen der Mieter unter Einbeziehung ihrer Lebensgeschichte (Biografiearbeit), wir ziehen die Mieter und deren Angehörige soweit wie möglich in die Planung und Umsetzung der fachgerechten Betreuung und Pflege mit ein. Im Mittelpunkt unserer Aufgaben steht die Bewahrung und Sicherung einer vertrauten häuslichen Umgebung mit dem Ziel, das eine kommunikative und gemeinschaftliche Rahmensituation der Isolation des Einzelnen entgegen wirkt. Wir respektieren die Würde und unterschiedliche Weltanschauung der Mieter. Ziel unserer Fürsorge ist es, vorhandene Fähigkeiten zu fördern und zu erhalten. Die Wohngemeinschaft bietet eine familiäre Atmosphäre, in der jeder Mieter sein eigenes Zimmer mit privaten Möbeln und persönlichen Gegenständen bewohnt. Mittelpunkt sind jedoch die gemeinschaftlich genutzten Räume wie Küche und Wohn- Essbereich. Es wird einen familienähnlichen Betreuungsalltag geben, in den die Bewohner nach ihren Fähigkeiten mit eingebunden werden. Die Teilnahme am Leben wird durch aktive Freizeitgestaltung gefördert. Wichtig ist uns hierbei, dass sich die Mieter jederzeit sicher und geborgen fühlen.

Die Mitarbeiterinnen sollen die Besonderheiten dieser Wohnform und die Ziele der Betreuungsarbeit kennen und in der täglichen Arbeit umsetzen. Es wird eine 24-Stundenbetreuung gewährleistet. Wichtig für ist uns hierbei die die persönliche Kompetenz der Mitarbeiter. Unbedingt erforderlich sind hierbei Besonnenheit, Ausdauer, eine gute Beobachtungsgabe sowie kreative und kommunikative Fähigkeiten. Es werden tagsüber immer zwei, nachts eine Präsenzkraft der Hauskrankenpflege amPuls anwesend sein. Da amPuls über eine 24 h Rufbereitschaft verfügt, kann hier jederzeit, auch nachts, bei Notwendigkeit die diensthabende examinierte Pflegekraft vor Ort unterstützend mitwirken. Die notwendige Pflege kann durch die Pflegekräfte eines Pflegedienstes sichergestellt werden.

Durch Teambesprechungen und Fortbildung sichern wir die Qualität unserer Versorgung. Die Nicht-Fachkräfte werden durch Weiterbildung qualifiziert, sodass sie als Hilfskräfte über Wissen zur Versorgung von Menschen mit demenziellen Erkrankungen verfügen. Hierzu gehören u. a. grundpflegerische Kenntnisse, Biografiearbeit, Milieutherapie , Validation und Dokumentation. Hierzu zählt auch die regelmäßige Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs. Betreuung und Pflege werden vertraglich festgehalten, dokumentiert und evaluiert.
"Alte Post"
Tagesabläufe sollen wie in jedem Privathaushalt strukturiert sein. Pflegebereite und -fähige Angehörige haben die Möglichkeit, sich an der Versorgung/ Betreuung zu beteiligen. Die Bewohner werden in alle relevanten Haushaltstätigkeiten nach ihren Fähigkeiten mit eingebunden. So können sie ihren oft lieb gewonnenen Gewohnheiten nachgehen, die häufig die letzte Stütze ihrer Persönlichkeit sind. Die Betreuung findet nicht in Einsamkeit im Schlafzimmer statt, sondern im Wohnbereich in Gemeinsamkeit und der Gesellschaft der Mitbewohner. Hierdurch werden Tendenzen zum Rückzug, Apathie und Depression vermieden. Geplant sind regelmäßige Treffen mit den Angehörigen, um deren Wünsche und Vorstellungen möglichst mit einzubinden und begleitende Aktivitäten wie z.B. Feiern oder Ausflüge zu planen.
Im ehemaligen Postamt in Burbach wird es 12 Plätze für an Demenz erkrankte Senioren geben. Die Betreuung durch die Präsenzkräfte wird 24 h gewährleistet. Pflegerische Tätigkeiten werden durch die Pflegekräfte eines Pflegedienstes erbracht. Die monatlich zu entrichtende Präsenzpauschale liegt bei 1.230,00 €, zusätzlich fallen 220,00 € für Nahrungsmittel und Verbrauchsgüter (z.B. allgemeine Toilettenartikel und Waschmittel) an. Zusammen mit den Mietkosten (je nach Zimmergröße) ergibt sich ein Gesamtbetrag von ca. 2000,- €. Anfallende Pflegekosten können direkt mit der Pflege- bzw. Krankenkasse abgerechnet werden, Grundpflegekosten immer in Höhe des Sachleistungsbetrages der jeweiligen Pflegestufe.

Die Notwendigkeit krankheitsangemessener Wohn- und Bereuungsangebote für Demenzkranke ist unumstritten. Pflegende Angehörige kennen die Grenzen der eigenen Möglichkeiten und den Mangel an Alternativen zum Heimaufenthalt. Hier bietet die Wohngemeinschaft die Möglichkeit der individuellen Versorgung und Betreuung.
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